Das Projekt

Aus diesem Grund förderte das BMBF zwischen 2011 und 2014 in unserem Haus ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Online-Kurses „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch“ für pädagogische und medizinisch-therapeutische Berufe. Im September 2014 konnten wir das Projekt erfolgreich abschließen. Fast 2.000 Testpersonen haben den in seiner inhaltlichen und technischen Entwicklung abgeschlossenen und positiv evaluierten Online-Kurs in der Entwicklungsphase absolviert und ein Zertifikat über die Teilnahme erhalten.

Das erfolgreich abgeschlossene Projekt gab uns die Voraussetzung, um die sowohl seinerzeit bereits vom Runden Tisch, aber auch von Vertretern der Bundesärztekammer und der Kultusministerkonferenz sowie von den Teilnehmenden des Online-Kurs gewünschten spezifischen inhaltlichen Vertiefungen zum Inhalt eines neuen Projektantrages beim BMBF zu machen. Dieser wurde genehmigt und am 01.10.2014 startete das Projekt „ECQAT - Entwicklung eines E-Learning Curriculums zur ergänzenden Qualifikation“, das Kurse zur vertiefenden Beschäftigung mit den Themen Traumatherapie, Traumapädagogik, Gefährdungsanalyse und Schutzkonzepte in Institutionen sowie einen Querschnittskurs für Leistungskräfte von Institutionen anbietet.

Ziel der Online-Kurse ist es, Fachpersonen, die in Kontakt zu sexuell missbrauchten und/oder multipel traumabelasteten Kindern stehen oder in Institutionen für den Schutz vor (sexueller) Traumatisierung Verantwortung tragen, eine Möglichkeit anzubieten, sich fundiert und bezogen auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu diesen Themen fortzubilden. Das Projekt ist ein Verbundprojekt in Zusammenarbeit mit den Universitäten Bielefeld und Hildesheim sowie der Hochschule Landshut.